Die Waage des Grauens


Ich weiß nicht ob ich diese Waage als Freund oder als Feind ansehen soll. Auf der einen Seite war ich immer glücklich, wenn ich eine Waage hatte. Ich muss gestehen, ich bin einer solcher Personen, die sich jeden Morgen auf die Waage stellen. Jeden Morgen nach dem Zähneputzen steige ich auf die Waage und kontrolliere mein Gewicht. Fakt ist, dass ich so besser meine Essensgewohnheiten kontrollieren konnte. Ich wusste also anhand meiner Waage immer, was ich zu mir nehmen konnte und was nicht. Ja, vielleicht bilde ich mir das ja auch nur ein, aber seitdem ich öfters mal merkte, dass ich von Nudeln leicht zunehme, vermeide ich es mittlerweile Nudeln zu essen. So geht es mir erstaunlicherweise mit vielen Lebensmitteln. Seitdem ich mir damals meine eigene Waage kaufte, habe ich so einiges von meinem Speiseplan gestrichen. Und seitdem halte ich mein derzeitiges Gewicht eigentlich sehr gut .

Nun gab es aber nach meinem Auszug von meinem Ex ein Problem: meine Waage funktionierte nicht mehr richtig, und mit der von meinen Eltern wollte ich mich auch nicht so richtig anfreunden. Offensichtlich war ich nämlich zu blöde um diese Waage zu benutzen. Bei mir zeigte sie nämlich so gut wie nie was an. So bin ich nun also seit Januar ohne Waage gewesen. Ein Graus für jemanden, der sich jeden Tag wiegt. Allerdings bin ich auch nie dazu gekommen, mich mal beim großen A intensivst auf die Suche nach einer genauen Waage zu begeben.

Aber dies ist nun Vergangenheit. Jetzt habe ich nämlich wieder eine. Nach kleinen Anlaufschwierigkeiten funktioniert meine Waage nun. Aber ich muss gestehen: Der erste Schritt auf diese Waage war wirklich nicht einfach. Seitdem ich nämlich bei meinem Ex ausgezogen bin, ich fast 3 Monate die mütterliche Kost genossen habe, dazu noch einige Schokoladentafeln und Milchshakes folgten (), war ich ehrlich gesagt nicht guter Dinge, als ich auf die Waage stieg. Und als ich so nach unten schaute, sah ich, dass ich seitdem ich das Letzte die Waage meiner Eltern benutzt habe, ich sogar 1 Kilo abgenommen habe. Ich war erstaunt. Den irgendwie kommt es mir derzeit so vor, als würde ich von Woche zu Woche breiter werden und ehrlich gesagt, habe ich mit 8 – 10 Kilo mehr gerechnet.

Egal! Nun habe ich meine Waage und kann mich wieder intensivst meinem Projekt “Normalgewicht” widmen. Und sollte ich endlich diese verfluchten 3 Kilo schaffen (irgendwie wollen die seit 1 Jahr nicht runter), dann schreibe ich euch mal, bei welchem Zwischenstand ich seit meinem Höchstgewicht bin. Und ich hoffe doch, dass dies bald so weit ist.

Da die Waage nun aber da ist, bin ich wieder höchst motiviert – also sehe ich sie nun nicht als meinen Fein, sondern als meinen Freund an (komisch, meine alte habe ich irgendwann auch geliebt ). Und auch wenn dies niemand verstehen kann, aber ich bin momentan einfach nur glücklich, endlich wieder eine funktionierende Waage zu haben.

3 Kommentare

  1. H.i.e.s.T Says:

    Von mir die Klage:
    »Ich brauch ´ne Waage«!
    Denn keine Frage,
    ich verzage!
    Ich glaube vage,
    mein Essgelage
    bringt es zu Tage:
    Ich brauch ´ne Trage.
    Es ist ´ne Plage,
    Heutzutage
    in meiner Lage
    ohne Waage.

  2. Kathrin Says:

    Ja es ist wirklich so. Für mich ist das schlimm ne ;)
    Naja aber heute morgen konnte ich sofort wieder ein Minus erkennen – und schon ist die Waage wieder mein bester Freund. Weiß gar nicht wie es manche Menschen ohne Waage aushalten können :D

  3. Jana Says:

    achja, ich wiege mich nicht regelmäßig, aber ich mache das ab und zu und schreibe das Ergebnis auch auf.
    Dass du von Nudeln leicht zunimmst, ist gar nicht so abwegig. Ich versuche auhc so wenig Nudeln wir möglich zu essen, aber heute musste es einfach mal wieder sein ;)

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